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Mein Weg zu der Farm!

Mittwoch, 7. März 2018

… jetzt war ich also so ganz alleine in Australien und das Backpacker-Leben startet so richtig. Und um so wenig Geld wie möglich für eine Unterkunft auszugeben, suchte ich mir ein schönes Hostel in Perth raus und buchte dort ein Bett in einem Mädchen-Raum für vier Nächte. Das Hostel sah auf den Bilder total super aus, in Wirklichkeit war es ein bisschen anders, aber trotzdem vollkommen ok, um hier für ein paar Tage zu bleiben. 
Hostel in Fremantle
In meinem Zimmer war nicht so viel los, alle waren sehr schweigsam, waren viel am schlafen und manchen verließen das Zimmer nicht - so kam es mir vor! Dafür war im großen Aufenthaltsraum umso mehr Getümmel, es war wirklich immer was los. Alle Leute kommen zusammen, egal welches Alter, Nationalität oder Geschlecht - spielen Billiard, kochen zusammen, malen, trinken Bier oder was auch immer. Ich war selbst etwas überrascht, wie viele ältere (50/60 Jährige) in dem Hostel waren, davon waren manchen auch etwas verrückt drauf. Und nicht zu vergessen: Deutsche habe ich natürlich auch getroffen.. Für mich war es jetzt an der Zeit, meinen ersten Job in Australien zu finden. Ich habe mir im Vorhinein meinen Lebenslauf 50 Mal ausdrucken lassen und damit zog ich los in die Stadt. Ich hatte mir überlegt, dass ich gerne für zwei Monate in einem Cafe oder Restaurant arbeiten möchte, also habe ich überall, wo es mir gefiel, meine Bewerbung abgeben und hatte dabei immer ein ganz gutes Gefühl. Parallel habe ich auf der Internetseite Gumtree, was ungefähr ähnlich ist wie Ebay bei uns, nur das hier noch viele Jobs angeboten werden, nach Jobanzeigen gesucht. Eine Alternative war für mich auf einer Farm zu arbeiten. Ich suchte, recherchierte, schrieb Mails … hab so viel Zeit mit der Jobsuche verbracht, doch bisher kein Erfolg. Ich hatte etwas Zeitdruck, da ich ja nur bis zum 18. Januar meine Unterkunft gebucht hatte und nun nicht genau wusste, was ich als Nächstes machen sollte. Dann habe ich auch noch von ein paar Leute aus dem Hostel gehört, dass sie einen Job gefunden hatten … oh da war ich kurz verzweifelt. Doch im gleichen Moment bin ich zufällig auf eine Anzeige im Internet gestoßen, dass mitten in Perth ein bezahlbares Zimmer in einer WG frei wird. Ich habe gar nicht lange überlegt und habe gefragt, wann ich vorbei kommen kann. Am nächsten Tag stand ich dann schon in der Wohnung und war begeistert. „Luxus-Appartement“ stand unten am Eingang, es gab einen Pool, Sauna und ein Fitnessstudio - ich konnte es selbst nicht wirklich glauben. So schnell änderte sich also mein Plan: WG-Zimmer in Perth und hier weiter nach einem Job suchen! Ich habe mich gleich super mit der einen Bewohnerin verstanden und erzählte ihr von meiner Jobsuche. Sie gab mir den Tipp, selbst eine Anzeige bei Gumtree online zu stellen „Ich suche einen Job“. Gleich nachdem ich die Wohnung verlassen habe, schrieb ich eine Stellenanzeige und jetzt hieß es: warten auf die Zusage, dass ich das Zimmer bekomme und warten, bis sich einer bei mir meldet, der einen Job für mich hat. Nachdem ich die Anzeige online gestellt habe, schaute ich auf einer Backpacker-Facebook-Seite und habe eine Stelle als AuPair entdeckt. Auch das käme für mich in Frage, also habe ich mich bei der Frau gemeldet und wir haben ganz spontan einen Kennlerntreffen noch am gleichen Tag vereinbart. Auf dem Weg zurück zum Hostel habe ich bereits die ersten Nachrichten auf meiner Anzeige bekommen, unter anderem von Geoff: „I have a sheep farm near by Newdegate. If you are interested then call me!“ - Schaf Farm … ok warum nicht dachte ich mir und habe sofort angerufen. Am Telefon habe ich so gut wie nichts verstanden, weil er so einen englischen Dialekt hatte, ich bezeichne es gerne als Nuschel-Englisch. Im ersten Moment dachte ich noch ich verstehe ihn so schlecht, weil ich in der Bahn saß, aber das zweite Gespräch im Hostel war genauso. Ich habe nur verstanden, dass er viele Schafe hat, er nach Perth kommt und mich abholen kann, er wird mir alles beibringen und wenn es mir nicht gefällt, kann ich auch wieder zurück nach Perth. Okaaaaay alles klar! Nachdem ich noch ein paar Informationen per Nachricht erfragt und bekommen habe und wir uns bei Facebook befreundet haben, hatte ich ein gutes Gefühl und so stand fest: Ich werde auf einer Farm arbeiten.
Es hat alles perfekt gepasst - mein letzte Nacht im Hostel und am nächsten Morgen wurde ich direkt von der Tür abgeholt. Ich war etwas aufgeregt, fünf Stunden Autofahrt standen bevor. Mein erster Endruck war sehr sympathisch, cooler Typ und wird bestimmt eine coole Zeit auf der Farm. Die Autofahrt ist schnell vergangen, er hat sehr sehr viel erzählt, wovon ich gefühlt nur 50% verstanden habe.
vordere Ansicht vom Haus
Eingang
Angekommen - mitten im Outback oder Busch - wie auch immer man es nennen möchte, auf jeden Fall war hier weit und breit nichts. Die Farm ist ca. 3.000 Hektar groß und 1.000 nutzt er davon gerade nur - wenn ich ihn richtig verstanden habe. Groß oder? 3.000 Hektar sind ungefähr 5,48km Länge und 5,48km Breite - um sich das mal vorstellen zu können. Wie genau die Maße von der Farm sind, da habe ich keine Ahnung. Ich kann euch nur sagen, sie ist unendlich groß! Soooo groß, dass man auf jeden Fall immer mit dem Auto unterwegs ist. Und davon hat er genug, 6 Stück und dazu kommen noch Trecker und Mähdrescher und Motorbikes. Unglaublich! Am Anfang kam ich gar nicht zu Recht mit der Orientierung, alles sah gleich aus. Wie soll ich hier nur zurecht kommen? Zur Hilfe habe ich eine Map von der Farm bekommen, so konnte ich mich etwas orientieren. Die Farm bestand aus einem Haus mit allem drum und dran, Scheune, Schuppen, vier Ponys, viele viele wilde Kängurus, 1000 Schafe und nicht zu vergessen die Haustiere: der unglaublich süße Hund Corona und das Haus Känguru, von dem ich leider den Namen vergessen habe.
Ich war ganz alleine mit Geoff auf der Farm, da seine deutsche Frau mit den zwei Kindern gerade Urlaub im kalten Deutschland machte und er in drei Wochen nachfliegen wollte und ich die farm für zwei Wochen alleine hüten sollte. Dafür hat er mir in den kommenden Tagen alles gezeigt, auf was ich achten muss, und auch so hatte ich jeden tag zu tun. Frühstück gab es 7.30 Uhr und um 8 Uhr ging es meistens los mit der Arbeit. 12/13 Uhr war immer Mittagspause, in der ich meistens für uns beide Essen gemacht habe und danach ging es weiter - je nachdem, wie das Wetter war und was es noch zu tun gab. Es war manchmal nämlich verdammt heiß! Meine Aufgaben auf der Farm waren:
- Draht Zäune reparieren
- Rasen mähen
- Bäume beschneiden
- Beete pflegen und haken
- Truck von innen sauber gemacht, wo später Quinoa eingefüllt wurde
- Haus putzen (da seine Frau im Haus ja fehlte)
- Mähdrescher sauber machen (mit dem Kompressor das Stroh rauspusten) - hat ganz schön viel Spaß gemacht, war aber echt dolle staubig
- Schuppen aufgeräumt
- Schafe von einem Feld ins andere Feld umdisponiert
- die Pferde auf der Farm suchen
- einkaufen
- Pfirsiche vom Baum pflücken
- Unkraut vom Feld mit dem Sparten entfernen
- Autos sauber machen, wieder der Spaß mit dem Kompressor
- seine Steuererklärung - ja obwohl ich selbst keine Ahnung habe! - gemeinsam haben wir es geschafft!
- Scheune sauber machen, erst alles mit dem Kompressor rauspusten und dann mit dem Wasser nochmal nachspritzen!
Den Truck habe ich von innen gesäubert und dann haben wir Quinoa hinein gefüllt.
QUINOA
DAS UNKRAUT, was ich vom Feld entfernt habe!
Geoff hat den Igel von der Straße gerettet - ganz schön stachelig!
CORONA war immer mit dabei! 
Zusammen mit Geoff sind wir oft nach den Schafe gucken gefahren, ob alles ok ist und an einem Tag wurden die Schafe „sortiert“, welche zu verkaufen sind und welche nicht. Ach die armen Schafe, es sind schon ein wenig trottelige Tiere, die die ganze Zeit am rummähen sind. Mäh määh möäh! An einem Abend war Geoff aus und ich war alleine auf der Farm, lag in meinem Bett und alles war gut - doch der Wind konnte manchmal sehr unheimlich klingen und in dem Moment stand für mich fest: Hier möchte ich keine zwei Wochen alleine bleiben und habe Geoff darüber informiert. Er hat es verstanden, musste nun aber noch kurzfristig jemanden anderen finden, der für zwei Wochen auf seine Farm aufpasst. Und so hatte ich das Vergnügen, Louisa - auch eine deutsche Backpackerin - kennenzulernen und mit ihr meine letzten vier Tage auf der Farm zu verbringen. Inzwischen hatte ich mir überlegt, dass ich gerne nach Melbourne möchte, es bestand die Option zu fliegen oder mit dem Auto? Auto bedeutet, ich muss Reisepartner finden, die den gleichen Plan haben, wie ich! Und mittlerweile bin ich ein großer Fan von Facebook, weil es dort super coole Australia-Backpacker Gruppen gibt, wo ich glücklicherweise Alex gefunden habe, der am 10.02.2018 nach Melbourne losziehen wollte! COOL! Er wollte aus Perth starten und mich von der Farm, die sozusagen so fast (mit kleinem Umweg) auf dem Weg liegt, mit noch zwei anderen Jungs abholen. Insgesamt war ich nun 23 Tage auf der Farm, es war der 10. Februar - Geoff verlass das Haus zeitig, um seinen Flieger nach Deutschland zu schaffen und so waren Louisa und ich alleine. Ich hatte damit zu tun, mein Zeug zusammen zu packen und auf die Jungs zu warten. Diesen meinten, sie würden aus Perth ca. 11 Uhr starten, wollen sich unterwegs noch ein paar Sachen anschauen und sind gegen späten Nachmittag bei mir. Nach langem Warten und großer Aufregung, dass die Jungs verschollen sind, weil ich lange nichts von ihn gehört hatte, standen sie dann Abends um 22 Uhr vor der Tür und meinten, dass sie sich etwas mit der Zeit verkalkuliert hätten, den Weg nicht so leicht gefunden hätten und haben gefragt, ob sie denn bei uns im Garten ihre Zelte aufschlagen dürften. Es war wirklich sehr lustig! Am nächsten Tag startete ich zusammen mit Alex, Peter und Simon Richtung Melbourne.
Peter - konnte gefühlt alle HipHop Lieder mitsingen, Alex - guter Autofahrer und post gerne vor der Kamera und Simon - verrückter Landwirt, der bei jeder Kuh und Trecker, die wir unterwegs gesehen haben, ausgerastet ist, weil er sich so gefreut … und wir haben viele Kühe und Maschinen gesehen! Jungs, wenn ihr das hier lest: nice to meet you! Genächtigt haben wir auf kostenlosen „Rastplätzen“ - es gibt dafür eine super coole App, wo man unter anderem alle kostenlosen Campingplätze findet und auch Toiletten, Tipps zum anhalten und so weiter.
Wir sind relativ zügig gefahren und irgendwie ging mir das zu schnell und ich hatte da Gefühl, ich stoppe in Adelaide und fahre von dort etwas ruhiger und entspannter weiter. Alex musste nämlich zu einem bestimmten Zeitpunkt in Melbourne sein und da ich keinen Zeitstress hatte, entschied ich spontan dafür, in Adelaide zu bleiben.
 PS: Ich hatte eine so unglaublich tolle Zeit auf der Farm! Ich hatte meine Höhen und Tiefen, bin an Erfahrungen reicher geworden und habe viel dazu gelernt. Vielen lieben Dank Geoff!

Liebst, Karoline


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Hier noch ein paar Fotos:

**Geoff und ich beim Motorbike fahren**



Tschüss Sri Lanka - Hallo Australien

Freitag, 9. Februar 2018

Wunderschönen guten Abend oder guten Morgen - wie spät es auch gerade immer bei euch ist.

Bei mir ist es Freitag Abend, ich sitze draußen im Garten und die Sonne ist gerade am untergehen. So ein wundervoller Anblick, wow! Ich bin ja nun schon seit einiger Zeit in Australien, um genau zu sein 44 Tage und die Sonnenuntergänge hier sind wirklich sehr beeindruckend - das nur mal so am Rande.

Sonnenuntergang auf meiner Farm!
Nun ja, ich bin in Australien! Und es gibt auf jeden Fall viel zu berichten.
Bevor es mit dem Flieger nach Perth ging, habe ich nach meinem letzten Eintrag noch zwei Wochen an der Westküste Sri Lankas verbracht. Die meiste Zeit war ich in Hikkaduwa - sehr touristisch, einer der schönsten Strände Sri Lankas und ein paar Hippies sind dort unterwegs. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, habe mich mal wieder ab und an aufs Surfboard gewagt und habe etwas an meinem Teint gearbeitet - habe mich also einfach mal in die Sonne gelegt und entspannt - das erste Mal in Sri Lanka! 


Meine Highlights aus Hikkaduwa: ich habe das erste Mal eine Seafood Platte im Restaurant bestellt und es war echt lecker - es gab Garnelen, Hummer, Krebs, Thunfisch, Calamari! Dann war ich das erste Mal so richtig schnorcheln. Ich wurde mit einem Katamaran rausgepaddelt und dann hieß es: "Hier musst du ins Wasser, schnell - hier schwimmen gerade viele bunte Fische!" - und so war es tatsächlich auch. Da waren so viele Fische - direkt neben und unter mir - das war sehr cool. Nach ungefähr einer Stunde schnorcheln, ging wieder zurück an Land und dann kam noch ein Highlight meiner gesamten Sri Lanka-Reise: Ich habe eine riesengroße Schildkröte gesehen und nicht nur das: Ich habe Futter hingehalten und die Schildkröte hat dies aus meiner Hand gefressen - klingt vielleicht nicht so aufregend. Es war aber so aufregend. Wann sieht man denn mal eine riesengroße Schildkröte, die einem noch aus der Hand frisst? WOW! Auf Entdeckungstour habe ich in Hikkaduwa ein so gemütliches Café gefunden, was absolut zu meinem Highlight gehört. - so eine coole Atmosphäre, entspannte Leute, leckeres Essen und erfrischende Drinks! Und weil es so toll war, habe ich auch viel Zeit dort verbracht. Die Kellner kannten mich dann auch schon irgendwann! :) 



Außerdem stand Weihnachten vor der Tür ... für mich eine komische Vorstellung, denn ich war überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung. Es war für mich das erste Weihnachten weit weg von Zuhause, das erste Weihnachten ohne meine Familie - schon ein bisschen traurig. Aber so habe ich es mir ausgesucht und deswegen war ich auch etwas froh, dass die Weihnachtsstimmung dort in der Hitze nicht so ankam. Trotzdem hatte ich schöne Weihnachtstage am Strand, Pool und am Buffet! Haha. 


Ja und dann hieß es auch schon am 26. Dezember goodbye Sri Lanka and hello Australia! 
Juhuuuu endlich ging es nach Australien. Ich habe mich wirklich sehr gefreut auf das Land. Am Flughafen angekommen, war alles so sauber, es roch ganz anders, und alles war auf einmal so teuer! Wasser am Flughafen 6 Dollar - okay! Hier werde ich auf jeden Fall viel Geld lassen...

*** in Australien angekommen ***

Für die erste Woche - also auch über Silvester - hatte ich eine so wunderschöne Unterkunft, direkt am Strand. 


Ich habe bei und mit Sarah gewohnt. Besser hätte es nicht sein können. Es war der perfekte Start in Australien. Sie hat mich am ersten Tag gleich mit zu einer Geburtstagsparty von Freunden mitgenommen, hat mir so viele Insider Tipps erzählt und auch so war es echt eine coole Zeit mit Sarah! Nach der Woche bei Sarah ging es eine Woche mit dem Auto entlang der Küste Richtung Margaret River. - ein kleiner Roadtrip, Zelt und Isomatte spontan noch in einem billigem Campingladen gekauft und los ging der Trip!


So ein Auto ist schon wirklich was Gutes in Australien. Diese Flexibilität ist schon cool. Man kann jederzeit überall hinfahren und sich alles angucken - und so war es auch! In der einen Woche habe ich so viele Naturwunder gesehen, tolle Strände und habe eine oder auch zwei, drei Weinverkostungen mitgemacht (--> in Margaret River sind sehr viele Weingüter, da das Klima dort perfekt für den Anbau für Trauben ist). 
In Sri Lanka habe ich schon oft gedacht, wie blau und klar doch das Wasser sei. ABER es geht wirklich immer noch mehr. Unglaublich, wie blau und klar das Wasser in Eagle Bay war - wow also das ist wirklich mal ein Traumstrand! 


Und auch in Busselton gab es so einen schönen Strand, so ruhig, idyllisch und einfach nur schön. Glücklicherweise gab es direkt hinten dem Strand einen Campingplatz, wo ich mich für zwei Nächte aufhielt. 




Oh wenn ich meine Fotos so sehe, ja dann bekomme ich direkt ein Grinsen im Gesicht, weil es wirsch so schön war. Aber auch diese Zeit ging schnell vorbei und so musste das Auto nach einer Woche wieder abgeben werden. Nach diesem Trip war ich dann nun endgültig alleine in Australien.

... und davon schreibe ich euch das Mal ausführlicher! Wie meine ersten Tage allein unterwegs in Perth so waren, wie ich meinen Job auf der Farm bekommen habe und wie meine Arbeit auf der Farm war.


Liebst, Karoline


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Hier noch ein paar Fotos:







Eine Woche Ella

Freitag, 26. Januar 2018


Hallo an alle meinen lieben Leser/innen, 


hier mal wieder ein Online-Lebenszeichen von mir. Ich bin nun mittlerweile gut in Australien angekommen. Doch davon ein anderes Mal ausführlicher. Ich möchte euch nämlich erst noch von Sri Lanka schreiben, es ist nämlich noch lange nicht alles erzählt. Anfang Dezember habe ich all mein Zeug zusammengepackt und es ging weiter ins Landesinnere von Sri Lanka. Es hieß dann: „Tschüß Galle, war schön hier.“ Es war auf jeden Fall Zeit, weiterzureisen und das tat ich mit dem Zug. Die erste Strecke startete früh am Morgen nach Colombo. Von Colombo ging es im Anschluss gleich weiter nach Kandy und für diese 4 stündige Fahrt habe ich mir ein 1. Klasse Ticket gekauft, was umgerechnet auch nur 3 Euro waren. Kann man sich mal gönnen, habe ich mir gedacht. In Kandy angekommen, haben ich meine Airbnb Unterkunft aufgesucht, was gar nicht so einfach war. Nach langem hin und her habe ich dann endlich die Unterkunft gefunden, wurde freundlich empfangen und bin auch gleich wieder weiter gezogen, um die größte Buddha Figur zu besteigen. Wirklich sehr beeindruckend, wie groß der Buddha ist. Buddha hat den Blick auf die ganze Stadt und auf einen selbst - als würden die Augen mit meinem Schritt mitgehen - ganz kurios. 


Am nächsten Tag haben Chris und ich die Stadt zu Fuß erkundet. Es gibt mitten in der Stadt einen See, um den wir gelaufen sind. Nicht ganz so spektakulär - aber wenn man in Kandy ist, sollte man das auf jeden Fall gemacht haben. Am Ende unserer Runde sind wir an den Zahntempel angekommen. Der Tempel hat den Namen, weil wohl der linke Eckzahn eines bedeutenden Buddhas dort aufbewahrt wird und spirituelle Kraft gespeichert ist. Wie auch immer … wirklich viel gab es in Kandy nicht. Es ist eine Großstadt, etwas mehr los als in Galle. Viele Leute, viel Verkehr und natürlich wieder laute Hupen. Wir waren auf ein paar Märkten unterwegs und es ist schon etwas amüsant gewesen, denn so wirklich entspannt war es nicht. Alle, wirklich alle Leute haben mir irgendetwas zeigen wollen: „Schau hier eine Hose“, „Ich habe schöne Tücher, welche Farbe magst du?“, „Hier gibts T-Shirts.“ - wirklich jeder will dir irgendwas andrehen. Ich wurde so richtig betüdelt. So wie man es vielleicht aus Filmen kennt, so erging es mir dort. Ja, das war witzig und tatsächlich habe ich mir auch was gekauft, nachdem ich ausführlich beraten wurde! Und auch an jeder Ecke kann man Obst und Gemüse kaufen, es gibt reichlich!


Rauchen ist in der Öffentlichkeit verboten. - diese beiden Herren habe ich auf frischer Tat ertappt.

Kandy sollte nur ein kurzer Zwischenstopp sein und nachdem ich alles in Kandy erkundet hatte, ging es am nächsten Morgen weiter. Ich habe mir ein Zugticket nach Ella gekauft - die Zugstrecke soll wohl legendär sein, dauert 7 Stunden und man muss schnell sein, damit man auch einen Platz bekommt. Der Zug war wirklich so voll und die meisten Leute waren tatsächlich Touristen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt - beeindruckende Landschaft, die man auf der Strecke sieht, wirklich toll. Die Türen und Fenster sind, wie in jedem anderen Zug auf Sri Lanka auch, natürlich geöffnet.


Blick aus dem Zug (Kandy --> Ella)
Angekommen in Ella hat mich mein Handy zu meiner Unterkunft gebracht. So eine wunderschöne Unterkunft, die ich für die nächsten Tage gebucht hatten. Es war ein etwas größeres Haus, unten wohnen die Besitzer und oben gab es 4 Räume. Ich wurde sehr herzlich empfangen, habe das Zimmer Nummer 1, mit der besten Aussicht bekommen und zur Begrüßung gab es Tee und Kekse auf dem Balkon. Ich war so überrascht, wie schön es doch eigentlich war. Die Fotos, die ich beim buchen gesehen habe, waren nicht ganz so überzeugend. Ich dachte mir noch, dass das mit dem Vermarkten und schöne Fotos von den Zimmer machen hier wohl nicht so gut funktioniert. Nach einiger Zeit kam noch zwei neue Gäste in das Haus und 5 Minuten später wurden ich gefragt, ob ich mir sicher sei, dass ich hier richtig sei. Sie hätten für den Tag nämlich nur eine Buchung, und das war wohl nicht ich, sondern die Anderen. Der Schreck war groß, ich war wirklich falsch. Ich wollte dort auf keinen Fall mehr weg also fragte ich, ob ich in dem Zimmer bleiben darf. Das Schicksal meinte es gut mit mir, ich konnte in dem Zimmer bleiben und habe meine eigentliche Unterkunft storniert. Ich war super glücklich.


Der Ausblick vom Zimmer!
Die nächsten Tage war ich viel unterwegs. Am ersten Tag bin ich auf den „Little Adam Peak“ gestiegen. Bevor es zum Gipfel hoch geht, läuft man einen etwas ansteigenden Weg entlang, der an Teeplantagen vorbeiführt. Überall wo man hinguckt strahlt es grün. Unterwegs trifft man viele Einheimische - es gibt welche, die auf die Touristen warten, um dann nach Geld zu fragen; oder aber Arbeiter, die gerade Pause vom Tee pflücken machen; oder Leute, die sich einfach nur freuen, wenn du vorbei läufst und "Hallo" sagst (was in Sri Lanka auch wirklich Hallo bedeutet).


Nach einem ca. 2 stündigen Weg von unserer Unterkunft bin ich dann endlich oben angekommen und ich hatte einen so unglaublichen Blick auf die Schlucht von Ella. Gegenüber vom Adam´s Peak ist der Ella Rock, der auch deutlich zu erkennen und besser gesagt nicht zu übersehen ist. Vom Adam´s Peak kann man auch noch auf die andere Spitze klettern, ich bin mir nicht sicher, ob es dafür noch einen anderen Namen gibt oder ob beide Spitzen zum Adam´s Peak gehören. Auf jeden Fall war das ein ziemlich Kletter-Weg. Das war für mich das erste Mal, dass ich auf einen Berg geklettert bin und es hat echt Spaß gemacht. Es war zwar durch die Hitze und starke Sonne echt anstrengend und Kräfte raubend, aber es hat sich gelohnt - die Aussicht, die Luft und die Ruhe - einfach unbeschreiblich schön!


Und weil mir das an dem Tag noch nicht genug war, bin ich noch weiter gewandert und mein Ziel war die Demodara Nine Arch Bridge - die Brücke, auf der ich mit dem Zug von Kandy nach Ella rübergefahren bin. Das ging relativ fix, bis wir den Aussichtspunkt erreicht

Kandy --> Ella
Am zweiten Tag war ich noch so ausgelaugt vom wandern, dass ich mich mal entspannen wollte und deswegen bin ich ganz gemütlich in eine Teefabrik gefahren, in der ich mir einen Vortrag angehört habe, wie der schwarze Tee hergestellt wird. Danach gab es noch eine Führung durch die Teefabrik und zum Abschluss eine Teekostprobe der verschiedenen Schwarz-Tee-Sorten. Das war das perfekte Programm für einen entspannten Tag und auch noch sehr interessant!
Dafür war der dritte Tag wieder ein Wandertag - ich hatte nämlich auch noch große Lust, den Ella Rock zu besteigen. Gesagt - getan! Ich wanderte entlang der Bahnschienen los, habe mich unterwegs verlaufen, wurde von einem Einheimischen entdeckt, der mich netterweise auf den richtigen Weg gebracht hat und mich aber noch weiterführen wollte, bis ich bemerkt habe, dass er anschließend auch Geld dafür haben wollte. Den ersten abgewimmelt, traf ich auch gleich auf den zweiten, der mir helfen wollte. Das war etwas nervig. Und dann traf ich glücklicherweise auf ein Pärchen aus der Schweiz, die wohl wussten, wo es langgeht - also gingen wir zusammen. Der Weg war wirklich so sehr anstrengend, dass mir unterwegs echt die Puste wegblieb und ich kurz stoppen musste. Haha, ja sowas hatte ich zuvor wirklich noch nie gehabt. Es war einfach so warm und der Weg führte so steil nach oben, ich war so froh, als wir ich zwei Stunden endlich oben ankamen.

fix und fertig und glücklich, dass ich oben auf den Ella Rock angekommen bin!
Ich hatte eigentlich nur vor drei Tage in Ella zu bleiben, aber ich fand es so schön und die Unterkunft gefiel mir immer mehr - sodass ich beschloss, doch noch länger zu bleiben. Ich verlängerte jeden Tag um einen Tag. Zum Glück war das Zimmer immer frei und so war ich 8 Tage dort. Es kam nämlich noch hinzu, dass die Lokführer streikten und somit der Zug nicht zurück nach Kandy fuhr. Da sich das leider nicht änderte und ich nun Ella verlassen wollte und zurück an das Wasser wollte, blieb mir  nichts anderes übrig, als den Bus zu nehmen. Juhuuu ich musste glücklicherweise nur einmal umsteigen, war dafür aber insgesamt 10 Stunden unterwegs - laute Musik, enge Sitzreihen, keine Klimaanlage, rasches Tempo - ach ja, diese Busreise werde ich so schnell nicht vergessen! Das Gute an der ganzen Sache war: ich war endlich wieder am Meer - nämlich in Aluthgama.


Liebst, Karoline


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Hier noch ein paar Fotos:


ICH LIEBE MEIN LEBEN! - Besonderer Aufkleber für mich mit Geschichten aus Berlin und habe ihn an meinem Geburtstag in diesem TukTuk entdeckt! WOW

ICH LIEBE MEIN LEBEN!

Cheers!
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